2.Tag in Linz Weblogs Workshop 2005
Das Pogramm setzte sich am zweiten Tag mit folgenden Vorträgen fort:
Am Morgen eröffnete Thomas N. Burg mit “TechnologyLog: Social Software in Organisationen“. Wobei es eine Beschäftigung mit sozialen Netzwerken seit Beginn der Datenverarbeitung gibt, welche aber nicht wirklich funktioniert haben, so Thomas Burg. Wichtige Aspekte sind dabei: Verfügbarkeit, Wiederauffindbarkeit, kollaborative und kommunikative Aspekte. Widerstand der Nutzer kann einen großen Einfluß auf das Zustandekommen von funktioniernden Netzwerken haben. Die Entwicklung und Möglichkeiten der Social Software führt zum 2 nd digital divide.

Dieter Rappold von Knallgrau argumentiert mit einem Paradimenwechsel von Software. War bisher Software Aufgaben-orientiert, so kann Social Software Personen-orientiert arbeiten. Die Einsatzbereiche von Weblogs sind vom Personal Publishing über Marketing bis zum Personalwesen sehr breit gestreut, dadurch ergibt sich eine amorphe Situation, die sich allerdings in den gemeinsamen Elementen der Blogs (chronoligische Abfolge, Permalink…) wieder zusammen findet.
In Zukunft wird verstärkt Audio und Video, Fotos, integriert werden.

Martina Kausch berichtet über den Einsatz von Weblogs im politischen Umfeld. So spricht sie nicht nur über Weblogs sonder über CMS der Websozis. Die Devise lautete:
bei den Leut – Leser werden dort abgeholt wo sie sich befinden daher werden keine Fachtermini verwendet.
Roland Abold berichtete über den Einsatz von Weblogs im deutschen Bundestagswahlkampf.
Tanja Jadin und Bernard Batinic führten eine Vergleichsstudie von Online-gruppen, welche mit Forum, Wiki und Weblogs arbeiten, durch. Dabei wurde die Kommunikationsmöglichkeit und Zusammenarbeit der jeweiligen Tools untersucht und gegenübergestellt. Forum und Blog ähneln sich sehr, wobei bei Blogs die Contentdarstellungsmöglichkeit als wichtiges Element hinzu kommt. Als Einsatzfelder von Weblogs können e-Portfolio in der Länge eines Studiums oder eines Abschnittes gesehen werden, auch als Lerntagebuch einer einzelnen Lehrveranstaltung ist eine Einsatzmöglichkeit. So ist durch die Kommentarfunktion eine Kommunikation nach der Lehrveranstaltung möglich. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten in der Lehre wird noch nicht ausgeschöpft.
Wobei meiner Meinung nach hier erst ein langsames Umdenken und eine Änderung des didaktischen Aufbaues einer Lehrveranstaltung bedarf. Leider ist hier die “wissenschaftliche Lehre” oftmals sehr träge.

Als Abschlußvortrag stellte Hans Mittendorfer sein “Weblogbasiertes, kooperatives Publizieren in der wissenschaftlichen Lehre” vor. Als Beispiel von Anwendungsmöglichkeiten stelle er ::collabor:: Weblogservice vor.
